Schule-Gesundheit

Die Kernaufgabe von Schule besteht darin, gute Bildungs- und Erziehungsarbeit zu leisten. Schulen sind somit Bildungs- und weniger Gesundheitseinrichtungen. Es spricht aber einiges dafür, Schulen als besonders geeignete Orte für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention zu begreifen. Nicht zuletzt verbringen junge Menschen in der Regel rund 15.000 Stunden ihrer Lebenszeit in Schulen. Darüber hinaus lassen sich gute Gründe anführen, schulische Bildungs- und Gesundheitsziele in der täglichen Arbeit systematisch aufeinander zu beziehen. So haben in den letzten Jahren eine Reihe von Forschungsarbeiten zeigen können, dass Gesundheit und Bildung nicht losgelöst voneinander zu betrachten sind. Kurz gefasst lässt sich formulieren:

 

Die Förderung der Gesundheit von Schülerinnen und Schülern kann sich positiv auf ihre Schulergebnisse auswirken – die Steigerung ihrer Schulerfolge kann zur Verbesserung ihres Wohlbefindens beitragen.

 

Je nach Bildungs- und Gesundheitsverständnis finden sich in der Praxis unterschiedliche Ausprägungen einer schulischen Gesundheitsförderung:

Sie können als aufeinander aufbauend begriffen werden, wobei die jeweiligen Übergänge in der Praxis fließend sind.

Gerade im Zuge der PISA Ergebnisse versuchen Gute gesunde Schulen ihre Bemühungen um eine systematische Entwicklung von Schulqualität mit Ansätzen der schulischen Gesundheitsförderung zu kombinieren. Dazu werden zum Beispiel so genannte Referenzrahmen für Schulqualität bzw. Orientierungsrahmen für Schulqualität herangezogen (siehe z.B. den Orientierungsrahmen Schulqualität Niedersachsen). Der Ansatz der guten gesunden Schule fragt nun danach, welche Gesundheitsinterventionen geeignet sind, um die Qualitätsentwicklung von guten Schulen zu unterstützen. Auf diese Weise können Schulentwicklungs- und Gesundheitsziele integrativ erreicht werden. Derzeit existieren auf Ebene der Bundesländer verschiedene Landesprogramme, die dies beispielhaft umsetzen (siehe z.B. die initiative - Gesundheit - Bildung - Entwicklung Niedersachsen).

Auch dem QGPS-Verfahren liegt eine integrative Betrachtung von Gesundheit und Bildung an Schulen zugrunde, die auf den Gegenstand der gesundheitsbezogenen Programme übertragen worden ist.