Neue Publikation zum QGPS Verfahren

von Administrator

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Bedarf an qualitätsgesicherten Maßnahmen hat in den letzten Jahren infolge des Ausbaus von Gesundheitsförderung und Prävention stetig zugenommen. So stehen im deutschsprachigen Raum mittlerweile eine Vielzahl von generischen Qualitätsverfahren und -instrumenten zur Verfügung. Demgegenüber mangelt es an settingspezifischen Verfahren, welche die Leitanliegen und Rahmenbedingungen definierter Settings in den Blick nehmen. Vor diesem Hintergrund wurde ein Verfahren zur Qualitätsentwicklung gesundheitsbezogener Programme in Schulen (QGPS) in einem iterativen Prozess entwickelt.

Methodik

Die Evaluation des Verfahrens erfolgte mit Hilfe von Fachkräften der schulischen Gesundheitsförderung und Prävention der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und der AOK Niedersachsen (n  = 14). Zur Überprüfung der Interrater-Reliabilitätbewerteten die Teilnehmer in Tandems jeweils ein gesundheitsbezogenes Programm mit Hilfe des QGPS-Verfahrens. Neben der prozentualen Übereinstimmung wurde mit dem Cohens Kappa-Koeffizient (κ) ebenfalls eine zufallskorrigierte Form der Interrater-Reliabilität berechnet.

Ergebnis

Die Ergebnisse weisen über alle Qualitätsdimensionen und Tandems hinweg auf eine substantielle Interrater-Reliabilität (κ ≥ 0,61). Lediglich 18 % der Koeffizienten weichen deutlicher von einer substantiellen Übereinstimmungsstärke (κ ≤ 0,50) ab.

Schlussfolgerung

Mit dem QGPS-Verfahren ist ein erstes settingspezifisches Verfahren für die Qualitätsentwicklung von gesundheitsbezogenen Programmen in Schulen vorgelegt. Die ermutigenden Evaluationsbefunde weisen auf eine gute Reliabilität des Verfahrens und leisten überdies einen wichtigen Beitrag in der Diskussion um die (psychometrische) Qualität von Qualitätsverfahren.

 

Dadaczynski, K. & Witteriede, H. (2015). Programmbezogene Qualitätsentwicklung in der schulischen Gesundheitsförderung. Entwicklung und Evaluation des QGPS-Verfahren. Prävention und Gesundheitsförderung, 10, 110-117.

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