16. Jahrestagung der DeGEval: Komplexität und Evaluation

von Administrator

„Die Komplexität politischer Interventionen und Entscheidungen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen: 

  • In vielen Politikfeldern adressieren Programme verschiedene und häufig gar widersprüchliche Ziele. Statt mit einzelnen wohl definierten Zielen haben wir es eher mit Zielbündeln zu tun. So sollen zum Beispiel im Stadtumbau Projekte nicht nur auf die Verbesserung baulicher Strukturen abzielen, sondern auch soziale, umwelt­bezo­gene und wirtschaftsfördernde Wirkungen entfalten. 
  • Komplexität zeigt sich auch bei Evaluationen von Maßnahmen, die aus Einzelmaß­nahmen bestehen, also an verschiedenen Orten und von einer Vielzahl von Akteuren gleichzeitig durchgeführt werden. Eine Evaluation der Umwandlung von nordrhein-westfälischen Grundschulen in Ganztagsschulen hat es nicht nur mit dem Landespro­gramm, sondern letztlich mit fast 3.000 einzelnen Schulen zu tun.
  • Auch komplexere Ansprüche auf Seiten der Auftraggebenden und die zunehmenden Einflussnahmen unterschiedlicher Interessensgruppen sind zu beachten. So können in Gesundheitsprogrammen die Interessen von Krankenkassen mit denen des Kran­ken­hausmanagements genauso kollidieren wie mit den Interessen von Patienten­organisationen. 
  • […]

Die DeGEval bietet mit ihren Jahrestagungen ein Forum zur Präsentation und Diskussion von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen. Auf ihrer 16. Jahrestagung begrüßt die DeGEval speziell Beiträge, die in grundsätzlicher oder feldspezifischer Weise das Tagungsthema „Komplexität und Evaluation“ entfalten“.

Detaillierte Informationen zum Programm und den ‚Call for Papers‘ finden Sie hier.

(Quelle: DeGEval, 12.06.2013)

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