Aufbau

Das QGPS-Verfahren orientiert sich grundlegend an den in der Gesundheitsförderung und Prävention gut eingeführten Dimensionen der Konzept-, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Diese vier Dimensionen stellen das Rahmengerüst dar, die im Entwicklungsprozess mit Hilfe einer umfangreichen Literaturrecherche durch Qualitätsbereiche und Qualitätsmerkmale weiter differenziert wurden (Qualitätskette). Im Ergebnis wurde jede übergeordnete Qualitätsdimension in zwei Qualitätsbereiche unterteilt, welchen verschiedene Qualitätsmerkmale zugeordnet sind.

Jedes Qualitätsmerkmal ist in Form einer Frage formuliert (z.B. Wird die Schulleitung bei der Durchführung des Programms einbezogen?), welche auf einer dreistufigen Skala beantwortet werden kann (ja, teilweise, nein). Jede Antwort ist mit einer bestimmten Punktzahl belegt: "ja" geht mit 2 Punkten einher, "teilweise" mit einem Punkt und "nein" mit 0 Punkten. Um zu entscheiden, unter welchen Bedingungen 0, 1 oder 2 Punkte vergeben werden, wurden für jedes Qualitätsmerkmal standardisierte Vorgaben gemacht. Diese Qualitätsindikatoren stellen die Grundlage einer Programmbewertung dar und sind unbedingt zu berücksichtigen (diese finden sich im veröffentlichten Manual).

Insgesamt umfasst das QGPS-Verfahren 32 Qualitätsmerkmale. Bei 2 Punkten pro Merkmal können somit insgesamt maximal 64 Punkte erreicht werden. In ein prozentuales Verhältnis umgerechnet entspricht dies 100 Prozent, was für eine sehr hohe und nicht mehr steigerungsfähige Qualität spricht. Da dies in der Praxis jedoch eher die Ausnahme darstellt wurden in Abhängigkeit der erreichten Punkte (und des dadurch errechneten prozentualen Verhältnisses) insgesamt 5 Qualitätsränge gebildet, welche eine Einstufung des Programms erlauben.

  • Problemniveau (≤ 19,9 %): Defizite in zentralen Bereichen der Qualitätsanforderungen dominieren – substanzielle Grundlagen sind nicht/kaum erkennbar.
  • Schwellenniveau (20 – ≤ 40,9 %): Defizite in zentralen Bereichen der Qualitätsanforderungen überwiegen – substanzielle Grundlagen sind jedoch in einigen Bereichen vorhanden.
  • Durchschnittsniveau (41 – ≤ 60,9 %): Der Erfüllungsgrad der Qualitätsanforderungen überwiegt gegenüber den Defiziten, substanzielle Grundlagen sind vielfach vorhanden.
  • Leistungsniveau (61 – ≤ 80,9 %): Die Qualitätsanforderungen werden überwiegend erfüllt, Defizite sind nur noch vereinzelt erkennbar, teilweise bis überwiegend wird Vorbildcharakter erreicht.
  • Exzellenzniveau (≥ 81 %): Die Qualitätsanforderungen werden nahezu vollständig erfüllt, es besteht fast durchgehend Vorbildcharakter.